Ortskernentwicklung:
Nicht nur „Maute“ im Fokus


Wohnraum schaffen

Vereine:
Das Rückgrat unserer Gemeinschaft

Breitband:
Die Datenautobahn der Zukunft


Spielplatz-Offensive


Starkregenrisikomanagement

Kleemann-Areal:
Die grüne Lunge von Bisingen

Gemeindeentwicklungskonzept:
„Strategie Bisingen 2035“

Vorfahrt Sport:
Schulsportstadion

Leben im Alter verbessern

Bürgerbeteiligung weiter ausbauen

Tourismus in den Fokus rücken

Heimatmuseum
und Kleinkunstzentrum einrichten


Medizinische Versorgung stärken


Gewerbeentwicklung voranbringen

„Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ forcieren

Datum Ort Beschreibung
07. Oktober 2021 / 19.00 Uhr
Steinhofen
Bürgergespräch im „Alten Schulhaus“; Schulplatz 3
09. Oktober 2021 / 10.00 Uhr
Bisingen
Streifzug (Spaziergang) durch Bisingen; Treffpunkt: Marktplatz am Nichthuldiger-Brunnen
11. Oktober 2021 / 19.00 Uhr
Thanheim
Bürgergespräch im „Alten Schulhaus“; Onstmettinger Straße 23
13. Oktober 2021 / 19.00 Uhr
Zimmern
Bürgergespräch im „Vereinsheim“ Musikverein Zimmern; Mittlere Au 1
14. Oktober 2021 / 19.00 Uhr
Wessingen
Bürgergespräch im „Vereinsheim“ Heimatverein Wessingen; Schulweg 6
Datum Ort Beschreibung
07. Oktober 2021 / 19.00 Uhr
Steinhofen
Bürgergespräch im „Alten Schulhaus“; Schulplatz 3
09. Oktober 2021 / 10.00 Uhr
Bisingen
Streifzug (Spaziergang) durch Bisingen; Treffpunkt: Marktplatz am Nichthuldiger-Brunnen
11. Oktober 2021 / 19.00 Uhr
Thanheim
Bürgergespräch im „Alten Schulhaus“; Onstmettinger Straße 23
13. Oktober 2021 / 19.00 Uhr
Zimmern
Bürgergespräch im „Vereinsheim“ Musikverein Zimmern; Mittlere Au 1
14. Oktober 2021 / 19.00 Uhr
Wessingen
Bürgergespräch im „Vereinsheim“ Heimatverein Wessingen; Schulweg 6

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit 2014 bin ich Ihr Bürgermeister für unser Bisingen. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die für mich jeden Tag aufs Neue – spannend, herausfordernd und erfüllend – zugleich ist. Die Gemeinde Bisingen, aber vor allem Sie – die „Nichthuldiger“ – sind mir seitdem ans Herz gewachsen.

Bisingen ist für mich und meine Familie, gerade mit der Geburt unseres Sohnes Paul zur Heimat geworden. Hier fühlen wir uns wohl, hier möchten wir bleiben.

Daher bewerbe ich mich erneut um dieses verantwortungsvolle Amt und bitte Sie am 17. Oktober 2021 um Ihre Stimme bei der

Bürgermeisterwahl Bisingen 2021

Der persönliche Entschluss mich für eine weitere Amtsperiode zu bewerben steht schon lange fest. Aus unserer Bürgerschaft spüre und erfahre ich unverändert viel Zuspruch und Rückhalt bei meiner tagtäglichen Arbeit für unser Bisingen. Diese ist vielseitig und abwechslungsreich, mit ständig neuen Herausforderungen. Gerne stelle ich mich dieser Aufgabe und arbeite für und mit Ihnen. Daher blicke ich mit Genugtuung und viel Freude auf die letzten Jahre der Zusammenarbeit mit Ihnen der Bevölkerung, den Vereinen und Unternehmen sowie den Gemeinde- und Ortschaftsräten zurück.

Im Jahr 2014 bin ich als junger Bürgermeister mit dem Versprechen angetreten, stets ein offenes Ohr für alle Anliegen zu haben und mich unabhängig wie sachorientiert für die Belange der gesamten Bürgerschaft einzusetzen. Mein Bestreben war es vom ersten Tag an durch persönliches Engagement und mit hohem Einsatz diesem Anspruch gerecht zu werden und so das Vertrauen in meine Person zu rechtfertigen und auszubauen. Wenn sich auch nicht alle Wünsche und Hoffnungen umsetzen ließen, so konnte gemeinsam mit Bürgerschaft und Gemeinderat viele Aufgaben angestoßen, erreicht und bewegt werden. Mehr als 30 Mio. Euro sind in den letzten Jahren in den Erhalt und Ausbau der örtlichen Infrastruktur geflossen. So wurden u.a. das Maute-Areal für die städtebauliche Entwicklung gesichert, das Hallenbad mit Technikzentrum und der Hallenboden in der Kirchspielsporthalle am Schulzentrum, das Feuerwehraus Bisingen, die bedarfsgerechte Unterbringung des DRK-Ortsvereins wie auch die Kindertageseinrichtung Zwergenland in Thanheim grundlegend saniert. Viel Geld wurde investiert, um die örtliche Infrastruktur in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Gewässerschutz und Gemeindestraßen zu erhalten und den Sanierungsstau abzubauen. Zeitgleich konnte die exorbitante Verschuldung von mehr als 16 Mio. Euro nahezu halbiert und eine Liquidität i.H.v. mehr als 5 Mio. Euro aufgebaut werden. Das gibt Luft, auch in den kommenden Jahren – trotz Corona – weiter in die Zukunft zu investieren.

Auch künftig warten wichtige Aufgaben und große Herausforderungen auf unsere Gemeinde. Es gilt den hohen Standard an vorhandener Infrastruktur und die Lebensqualität vor Ort weiter nachhaltig zu sichern sowie neue Chancen zu ergreifen, wie z.B. unlängst mit dem Erwerb des innerörtlichen Kleemann-Areals. Mit der Erweiterung von Wohn- und Gewerbeflächen, der Breitbandversorgung, der Erstellung eines Starkregenrisikomanagements oder der grundlegenden Sanierung des sog. Schulersatzgebäudes sind bereits wichtige Weichen gestellt. Weitere Großprojekte sind die Sanierung des Schulzentrums mit dem Schulsportstadion und eine Gesamtkonzeption für unsere Kindertageseinrichtungen inkl. Neubau und Sanierung. Dabei möchte ich auch die Entwicklung der Teilorte weiter konsequent in den Fokus nehmen.
Für Ihr bisheriges Vertrauen, den interessanten Begegnungen und persönlichen Gesprächen bedanke ich mich. Gemeinsam mit Ihnen will ich unsere Gemeinde Bisingen mit den Teilorten Steinhofen, Thanheim, Wessingen und Zimmern auch in den nächsten acht Jahren weiter in eine gute Zukunft führen.

Es gibt noch viel zu tun! Packen wir es gemeinsam an!

Herzlichst
Ihr Roman Waizenegger

Ortskernentwicklung: Nicht nur „Maute“ im Fokus

Die Entwicklung unserer Ortsteile liegt mir persönlich sehr am Herzen.

In Zimmern ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, einige wichtige Grundstücke aufzukaufen. Das ermöglicht uns einerseits eine Neubebauung an der Schloßstraße, mit Erweiterung des Gehwegs in den Ortskern. Andererseits lässt sich dadurch auch eine zentrale Neugestaltung „Am Zollerberg“ vornehmen. Mit einem schön gestalteten Dorfanger werden wir den Charme von Zimmern weiter erhöhen.

In den letzten Jahren konnten wir auch in Thanheim zahlreiche Grundstücke rund um das Rathaus erwerben. Mit dem Ziel: Endlich einen echten Dorfplatz für Thanheim zu schaffen.

Und bei alledem, vergessen wir auch unseren inoffiziellen Ortsteil Steinhofen nicht. Hier konnte jüngst ein Grundstück an der Kindertageseinrichtung Spatzennest gekauft werden, wodurch sich der Außenbereich um ca. 500 m² vergrößert. Ganz aktuell laufen aussichtsreiche Gespräche, ein größeres innerörtliches Areal – das in Privatbesitz ist – sinnvoll zu entwickeln.

Wohnraum schaffen

Wohnraum in Bisingen ist gefragt, sowohl was Einfamilien- als auch Mehrfamilienhäuser anbelangt. Die Gemeinde hat in den letzten Jahren dringend benötigten Wohnraum geschaffen. Mit Nachdruck arbeiten wir an der Erschließung weiterer Baugebiete, unterstützen aber auch den privaten Geschosswohnungsbau und fördern die Nachverdichtung.

In Bisingen wurde das große Baugebiet „Fronwiesen-Raubrühl“ erschlossen. Zeitgleich wurde im möglichen Baugebiet „Hinter dem Weiler“ der Grundstückskauf forciert, so dass eine Erschließung in greifbare Nähe rückt.

In Steinhofen konnten die letzten Bauplätze auf der sog. alten B27-Trasse verkauft werden. Hier gilt es in naher Zukunft das Wohngebiet „Hofäcker II“ (ca. 3 ha), das bereits im Flächennutzungsplan ausgewiesen ist, anzugehen.

In Thanheim wurden die letzten kommunalen Bauplätze im Wohngebiet „Weihergärten“ verkauft. Derzeit wird mit Nachdruck an der Erschließung von „Salenwiesen“ mit ca. 50 Bauplätzen gearbeitet. Hier stehen noch der Abschlussbericht der Starkregenkonzeption und die Flussgebietsuntersuchung Grenzbach aus, die Eingang in die Erschließungsplanung finden.

In Wessingen ist es der Gemeinde gelungen, zwei wichtige Grundstücke „Im Höfle“ aufzukaufen. Damit können nach qualifizierter Überplanung, jungen Familien sechs attraktive Wohnbauplätze – in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten Sonnenschein – angeboten werden. Zudem erfolgten zwei weitere Innenerschließungen in der „Oberen Halde“ und „Kriegswies-Leimental“ mit acht Bauplätzen.

In Zimmern steht die Entscheidung, welches Baugebiet „Bläling“ oder „Manenwil“ angegangen wird, unmittelbar bevor.

Vereine: Das Rückgrat unserer Gemeinschaft

Das soziale und kulturelle Leben wird maßgeblich durch unsere Vereine und Vereinigungen geprägt und gestaltet. Sie fördern mit ihren Angeboten und Veranstaltungen das Zusammenleben, erweitern das Freizeitangebot und steigern die Lebensqualität.

Die Vereine bilden das Herzstück unserer lebenswerten Gemeinde. Daher sehe ich es als wichtige Aufgabe an, die Vereinsarbeit mit ihrer Vielfalt nach besten Kräften weiterhin zu unterstützen und zu fördern. Dazu gehört auch die Überarbeitung der Vereinsförderrichtlinie aus dem Jahre 1987. Hierbei soll nicht nur der Förderbetrag je Mitglied erhöht, sondern neue Inhalte wie Investitionsförderung und Vereinsdarlehen mitaufgenommen werden.

Zusätzlich steht den Vereinen in naher Zukunft das „Kegelstüble“ in der Hohenzollernhalle, nach grundlegender Sanierung, als neuer Treffpunkt unentgeltlich zur Verfügung.

Breitband: Die Datenautobahn der Zukunft

Das Schlagwort Digitalisierung ist in aller Munde. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Daten-Autobahn – das Glasfaser-Netz. In Deutschland eine Herkulesaufgabe, gerade auch für uns Kommunen. Mit dem sog. Backbone-Ausbau – in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem Verbund Komm.Pakt.Net – machen wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Die Versorger treiben in Bisingen den sog. FTTC-Ausbau (Glasfaser bis in die Wohnung) teils selbständig voran, was gerade für die privaten Haushalte von Vorteil ist. Allerdings gibt es genügend Beispiele, auch bei uns, wo sich die Versorger gar nicht oder erst sehr spät zum Ausbau entscheiden, wie beispielsweise beim kommunalen Glasfaser-Ausbau im Gewerbegebiet Bisingen-Nord, dem Anschluss des neuen Wohngebiets Fronwiesen-Raubrühl oder dem Schulzentrum. Für mich hat daher der Ausbau des sog. Backbone-Netzes u.a. mit dem Anschluss des Schulzentrums wie dem Maute-Areal oberste Priorität. Das ermöglicht der Gemeinde im Bedarfsfall, mit einem eigenen Glasfaser-Ausbau, zu reagieren. Allein im Haushalt 2021 sind dafür 1,5 Mio. Euro eingeplant, bei bereits bewilligten Fördermitteln i.H.v. 900.000 Euro.

Spielplatz-Offensive

Bisingen wächst und was mich besonders freut: Bisingen wird jünger. Im Jahr 2020 wurde mit 97 Kindern sogar ein Geburtenrekord erzielt. Gerade die Altersgruppe 0-6 wird von Jahr zu Jahr größer. Die neuen Wohngebiete, aber auch die Innenverdichtungen, tragen nicht unwesentlich zu diesem Trend bei.

In der Corona-Pandemie hat sich aber eines gezeigt: Wir haben zu wenige Spielplätze. Gerade einmal sieben öffentliche Spielplätze gibt es in Bisingen mit Teilorten. Diese sind größtenteils in die Jahre gekommen. Daran muss sich etwas ändern. Mein Ziel: Jedes Jahr wird ein Spielplatz entweder saniert oder neu gebaut. Und im Bereich unseres neuen Wohngebietes Fronwiesen-Raubrühl fangen wir nächstes Jahr an. Hier gilt es, gemeinsam mit den Anwohnern eine gute Lösung zu finden.

Starkregenrisikomanagement

Die katastrophalen Schadensereignisse in letzter Zeit zeigen, dass Hochwasserschäden nicht nur durch Überlastungen der Gewässer entstehen. Es ist eine starke Zunahme an Schäden durch sog. Hangwasser zu verzeichnen. Ausgelöst werden diese Hochwasser meist durch lokale Starkregenereignisse.

Auch Bisingen ist in besonders starkem Maße durch Starkregen gefährdet. Wir liegen am Fuße des Albtraufs. Die Gemeinde hat daher im Januar 2020 beschlossen, entsprechende Überflutungskarten (Gewässer und Hang) für die gesamte Gemarkungsfläche zu erstellen. Anhand dieser Karten ist es uns in Zukunft möglich, die gefährdete Bestandsbebauung zu ermitteln und Vorschläge zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in die Planungen miteinfließen zu lassen. Die Kosten belaufen sich auf 250.000 Euro, wovon das Land 70 % fördert.

Kleemann-Areal: Die grüne Lunge von Bisingen

Die Gemeinde hat das sog. „Kleemann-Areal“ (ca. 6.600 qm) im Jahr 2020 erworben. Damit sicherte man sich, nach dem Maute-Areal, erneut den Zugriff über ein innerörtliches Grundstück mit großem Entwicklungspotential. Das Grundstück grenzt direkt an den Klingenbach. Zusammen mit Grundstücken in unmittelbarer Nähe ergeben sich weitere interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Gut vorstellbar ist eine parkähnliche Anlage für Jung und Alt, ein Platz zum Spielen und Erholen, ein Platz mit Wasser am angrenzenden Klingenbach mit viel Natur, mitten in Bisingen. Zudem eröffnet sich mit dem Areal endlich die Möglichkeit eines gefahrenfreien Geh- und Radweges von Steinhofen nach Bisingen. Beginnend beim Feuerwehrhaus vorbei am Züchterheim mit Unterquerung der Bahnlinie entlang des Klingenbaches bis ins Zentrum. Zusammen mit der bereits erfolgten Renaturierung des Klingenbachs samt Uferweg ließe sich mit dem angrenzenden Gebiet Hölzle (weitere ca. 5.300 qm Grünfläche) eine große, durchgehende „grüne Lunge“ bis in den Ortskern von Bisingen gestalten.

Gemeindeentwicklungskonzept:
„Strategie Bisingen 2035“

In Bisingen tut sich was. Die Ansprüche an uns Kommunen werden in Zukunft größer und die Aufgaben komplexer. Um den aktuellen wie künftigen Herausforderungen an eine nachhaltige Gemeindeentwicklung wie z.B. demografischer Wandel, Wohnen und Innenentwicklung, Arbeit und Wirtschaft, Mobilität und Verkehr, aber auch Klimawandel und Digitalisierung zu entsprechen, ist eine klare und nachvollziehbare Strategie sehr wichtig. Mit einem Handlungsleitfaden „Strategie Bisingen 2035“ soll die weitere Entwicklung unserer lebenswerten Gemeinde inkl. aller Teilorte neu definiert werden. Ein Markenzeichen des Konzeptes: Einbindung der Bürgerschaft von Anfang an. Getreu dem Motto: Wir gestalten unsere Zukunft gemeinsam.

Die Zukunft aktiv zu gestalten, statt bloß zu reagieren, muss unser gemeinsames Ziel sein!

Vorfahrt Sport: Schulsportstadion

Sport ist mir sehr wichtig. Sport fördert nicht nur die Gesundheit, sondern ist auch ein unverzichtbarer Bestandteil unserer sozialen Gesellschaft. Er bringt Menschen zusammen und fördert das Bewusstsein eines jeden Einzelnen für unser Gemeinwesen.

Das Schulsportstadion ist ein wichtiger Bestandteil unserer sozialen Infrastruktur. Es wurde in den 1970er-Jahren erbaut und ist stark sanierungsbedürftig. Dank einer Bundesförderung von 1 Mio. Euro kann das Stadion nun endlich, den heutigen Anforderungen entsprechend, generalsaniert und gestaltet werden. Der in heutiger Zeit so wichtige Schulsport, wie auch der Trainings- und Wettkampfbetrieb unserer Vereine erfährt dadurch eine enorme Aufwertung. Die Sanierungskosten belaufen sich auf rund 2,4 Mio. Euro.

Leben im Alter verbessern

Zu einer familienfreundlichen Kommune zählen für mich auch Angebote an unsere älteren Mitbürger. Neben dem Bürgerauto „Fleckahopser“ schwebt mir daher als Nächstes eine Aktion mit der Aufstellung sog. „Schwätzbänkle“ zur Rast und Kommunikation vor.

Die Sicherung seinen Lebensabend in der gewohnten Umgebung verbringen zu dürfen, ist für mich eine wichtige kommunale Aufgabe. Mit dem Erschließungsprojekt „Wohnpark Zollerblick“ wurde ein weiterer wichtiger Baustein zum wohnortnahen Leben im Alter gelegt.

Ein selbstbestimmtes Altern, in den eigenen vier Wänden, ist leider nicht jedem Mitbürger vergönnt. Der Bedarf an weiteren Betreuungs- und Pflegeplätzen für Bisingen ist und bleibt ein zentrales Thema. Auch und gerade hier stehen wir seit geraumer Zeit mit dem Träger unseres Pflegeheims Haus im Park – dem Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg im Austausch. In unmittelbarer Nachbarschaft steht dafür das ehemalige Gossard-Gelände als Erweiterungsfläche bereit. Eine Einigung ist in Sicht.

Bürgerbeteiligung weiter ausbauen

Dass Transparenz, ein demokratisch fairer und sachlich orientierter Entscheidungsprozess, die Kommunikation und Rückkopplung mit der betroffenen und interessierten Bevölkerung mir besonders am Herzen liegen, haben u.a. die Regionale Schulentwicklung, der Lärmaktionsplan und das Maute-Areal gezeigt.

Diesen Weg möchte ich gerade bei allen zentralen Zukunftsprojekten konsequent weitergehen und die Bevölkerung mitnehmen und einbinden.

Tourismus in den Fokus rücken

Der Tourismus erfreut sich auch auf der Schwäbischen Alb zunehmender Beliebtheit. Corona hat diese Attraktivität noch gestärkt. Die Menschen lernen ihre unmittelbare Heimat wieder mehr zu schätzen. Es muss nicht immer die Reise in ferne Länder sein. Ein schönes Bänkle am Waldrand mit Blick in die Ferne hat auch etwas für sich. Das touristische Potential, gerade bei uns in Bisingen, gilt es punktuell weiter zu stärken und sinnvoll auszubauen.

2014 wurde das Beschilderungskonzept für Bisingen, wie für den gesamten Zollernalbkreis, überarbeitet und umgesetzt. Zur Orientierung wurden neue Informationstafeln aufgestellt. Dem schwäbischen Albverein Ortsgruppe Bisingen gilt mein Dank für die Unterhaltung. Zudem wurde eine stattliche Anzahl von sog. Albliegen und Schwabenwirtschaften an markanten Orten entlang der Wanderwege aufgestellt.

Heimatmuseum und Kleinkunstzentrum einrichten

Die bisherigen Überlegungen zur Gesamtkonzeption Kindertageseinrichtung sehen u.a. vor, unseren „Gutenberg“ in einem neuen Kindergarten einzubinden. Aber, was geschieht dann mit dem bisherigen Gebäude, der „Alten Schule“. Es könnte eine neue Bestimmung erhalten, als Heimatmuseum wie Kleinkunstzentrum.

Bisingen hat historisch und kulturell viel zu bieten. Die Gründung von Bisingen wurde erstmals im Jahre 786 urkundlich erwähnt. Damit zählt Bisingen zu den ältesten Siedlungen im Stammland der Hohenzollern-Dynastie. Gerade diese, unsere Geschichte, gilt es in ansprechender Weise zu präsentieren. Die „Alte Schule“ mit der üppigen Gartenanlage (ca. 3.600 qm) wäre dafür der ideale Ort.

Medizinische Versorgung stärken

Ein wichtiges Thema: Ärzteversorgung vor Ort. Hier wurde in den letzten Jahren von privater Seite, mit nachhaltigen Zukunftsprojekten, vorbildliches für unser Gemeinwesen auf den Weg gebracht. Wir in Bisingen können und dürfen uns darüber glücklich schätzen.

Dem Erhalt wie Ausbau der medizinischen Versorgung kommt in Zukunft weiter große Bedeutung zu. Hier gilt es als Kommune, im Rahmen des Möglichen und Machbaren, entsprechende Weichen zu stellen. Die Bereitstellung von adäquaten Praxisräumlichen ist sicherlich ein wichtiger Aspekt, von Wohnbauplätzen für praktizierende Ärzte ein anderer. Nur im Schulterschluss zwischen Gemeinde, Gewerbetreibende, Ärzteschaft und Bevölkerung kann unsere soziale Infrastruktur in diesem Bereich nachhaltig gestärkt werden.

Gewerbeentwicklung voranbringen

Die Schaffung von attraktiven und zukunftsorientierten Arbeitsplätzen für die heranwachsende Generation ist ein wichtiger Gesichtspunkt. Der Strukturwandel ist in vollem Gange, auch in unserer Region. Deutliches Wachstum verzeichnet dabei die Gesundheitsbranche. Der Gewerbeschwerpunkt Bisingen liegt zwischen zwei bedeutenden Clustern der Gesundheits-/Medizinbranche im Südwesten, zwischen dem „Weltzentrum der Medizintechnik“ im Landkreis Tuttlingen und dem „Medizintechnik-Cluster“ in den Landkreisen Tübingen/Reutlingen sowie angrenzend an das „Medical Valley Hechingen“. Zusammen mit der ständig wachsenden IT-Branche, die sich aus vielen Mittelständlern zusammensetzt, bestehen gute Chancen überregionale und zukunftsträchtige Unternehmen zu gewinnen.

Als erster Schritt muss die vorgesehene „Osterweiterung Bisingen-Nord“ mit ca. 6 ha konsequent und mit allem Nachdruck weiter angegangen und umgesetzt werden. Hier fehlen nur noch wenige Grundstücke.

Ein Schritt in die Zukunft könnte das bereits vieldiskutierte interkommunale Gewerbegebiet sein. Bei diesem Thema gilt es aber möglichst viele Aspekte ausgiebig zu beleuchten und gegeneinander abzuwägen. Das gesamte Verfahren muss transparent ablaufen, unter Einbindung und Anhörung der Bevölkerung, der Landwirtschaft, der Wirtschaft und den Naturverbänden. Hier stehen wir noch ganz am Anfang. Sollte es zu Kooperationen mit weiteren Kommunen kommen, hat der Gemeinderat unmissverständlich entschieden, diese den Bürgerinnen und Bürgern von Bisingen zur letztendlichen Entscheidung vorzulegen. Wir entscheiden gemeinsam über die Zukunft!

„Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ forcieren

Familien haben in unserer Gemeinde einen hohen Stellenwert. Die viel zitierte „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ ist bei uns kein leeres Schlagwort. Familien benötigen ein verlässliches Umfeld und eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung. Konsequent und nachhaltig bauen wir daher unsere Kindertageseinrichtungen, Schulen sowie die Kinder- und Jugendarbeit aus.

Im Kleinkindbereich haben wir in den letzten Jahren mit dem Ausbau der U3- wie der Ganztagesbetreuung enorm viel investiert. Die Ganztagesplätze wurden am aktuellen Bedarf ausgerichtet (Erhöhung von 20 auf 50 Plätze) und vier neue Kita-Gruppen eingerichtet. Zudem liegen uns die Tagespflegeplätze am Herzen. Als erste Gemeinde im Zollernalbkreis haben wir den kommunalen Beitrag für Tageseltern auf 2 Euro/h verdoppelt.

Eine breitangelegte Elternbefragung zur Qualität unserer Kindertageseinrichtungen erbrachte das Ergebnis, dass wir einen hohen Standard im pädagogischen Bereich vorweisen. Dagegen gibt es im baulichen Bereich größeren Nachholbedarf. Aber auch das haben wir im Fokus und arbeiten gerade an einer „Gesamtkonzeption Kindertageseinrichtung“.

Wir müssen in naher Zukunft mindestens einen neuen Kindergarten bauen. Die Verwaltung hat bereits eine geeignete Fläche in Aussicht und die Grundstücke gesichert. Neubau ist das Eine, die Sanierung unserer bestehenden Kindergärten natürlich das Andere. Auch dies müssen wir konsequent weiterverfolgen. Mit der umfassenden Generalsanierung unserer Kita „Zwergenland“ in Thanheim (Projektvolumen ca. 600.000 Euro) haben wir einen ersten Anfang gemacht.

Baugebiet für die junge Generation: „Fronwiesen-Raubrühl“

In der Rekordzeit von nur zwei Jahren (2018 bis 2020) wurde in Bisingen eines der bisher größten Baugebiete mit rd. 120 Bauplätzen erschlossen. Das Baugebiet „Fronwiesen-Raubrühl“ bietet gerade der jungen Generation attraktive Baugrundstücke. Die Erschließungskosten belaufen sich auf rd. 4,1 Mio. Euro, die erstmals über das Modell der sog. Erschließungsträgerschaft finanziert werden. Diese Vorgehensweise belastet den kommunalen Haushalt nicht direkt und das Geld steht für andere Maßnahmen zur Verfügung.