Engagement der Bürger.

Unbezahlbar.

Maute - Areal:
Die „Jahrhundertchance“

Baugebiet für die junge Generation: „Fronwiesen-Raubrühl“

Gewerbestandort:
Bisingen-Nord ist gefragt

Neukonzeption Museum KZ Bisingen

Rettungszentrum am Klingenbach

Hallenbad und Technikzentrum

Wasserversorgung:
Ein wichtiges Zukunftsthema

Kirchspielsporthalle
erstrahlt im neuen Glanz

Rathaus:
Moderne und effiziente Verwaltung

Wald und Natur

Finanzen: Schuldenabbau

Lärmaktionsplan

Abbau Unterhaltungsstau:
Straßen

Abwasserentsorgung:
Umweltschutz

Leuchtturmprojekt:
Bürgerauto

Jugend: Singletrail und Dirtpark

Maute - Areal: Die „Jahrhundertchance“

Die Gemeinde hat es selbst in der Hand. Nach langer Zeit des Stillstandes konnte der „Maute“ im November 2017 ersteigert und für die städtische Entwicklung gesichert werden. Die Neugestaltung des innerörtlichen Industriegeländes der ehemaligen Textilfirma Maute ist weit mehr als nur eine reine Maßnahme der Innenverdichtung. Sie ist ein Meilenstein und eine vielzitierte Jahrhundertchance für die Gesamtgemeinde Bisingen. Die Nähe zum Bahnhof sowie zum Gemeindezentrum mit Marktplatz, Hohenzollernhalle und St. Nikolaus Kirche machen das 1,55 ha große Areal zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort.

Das Areal erhält durch den städtebaulichen Wettbewerb (Frühjahr 2021) eine einmalige Aufwertung. Mit dem Siegerentwurf des Wettbewerbs bekommt das Maute-Areal ein lebendiges und erlebbares Gesicht, das die Authentizität und Einzigartigkeit dieses Geländes und seiner vormaligen Industriegeschichte unterstreicht. Es gilt nun diesen Entwurf in einen städtebaulichen Rahmenplan zu überführen.

Als nächster großer Schritt bei der Entwicklung steht der Rückbau an. Die Gesamtkosten belaufen sich dabei auf geschätzte 3 Mio. Euro. Dafür konnten weitere 1,3 Mio. Euro an Fördermitteln generiert werden.

Baugebiet für die junge Generation: „Fronwiesen-Raubrühl“

In der Rekordzeit von nur zwei Jahren (2018 bis 2020) wurde in Bisingen eines der bisher größten Baugebiete mit rd. 120 Bauplätzen erschlossen. Das Baugebiet „Fronwiesen-Raubrühl“ bietet gerade der jungen Generation attraktive Baugrundstücke. Die Erschließungskosten belaufen sich auf rd. 4,1 Mio. Euro, die erstmals über das Modell der sog. Erschließungsträgerschaft finanziert werden. Diese Vorgehensweise belastet den kommunalen Haushalt nicht direkt und das Geld steht für andere Maßnahmen zur Verfügung.

Gewerbestandort: Bisingen-Nord ist gefragt

In den zurückliegenden Jahren hat sich in der Ansiedlung und Erweiterung von Gewerbebetrieben vor Ort einiges getan. Für unseren Gewerbestandort konnten neue zukunftsträchtige Betriebe gewonnen und, was mich besonders freut, auch ortsansässige Unternehmen nachhaltig gebunden werden. Dabei erfreut sich unser Industriegebiet Bisingen-Nord einer zunehmenden Beliebtheit. Inzwischen arbeiten dort ca. 550 Beschäftigte, wovon allein in den letzten acht Jahren 40 %, ca. 240 Arbeitsplätze durch Neuansiedlung hinzukamen.

Die positive gewerbliche Entwicklung zeichnet sich auch anhand der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ab, die stetig steigt und nun bei über 3.000 Beschäftigten liegt.

Neukonzeption Museum KZ Bisingen

Die Erinnerungsarbeit wird in Bisingen großgeschrieben. Der Gedenkstättenverein KZ Bisingen e.V. zeichnet sich dafür federführend verantwortlich. Viele Besucher besonders Schulklassen besuchen jährlich die Ausstellung und die ehemaligen Örtlichkeiten. Das war schlussendlich ausschlaggebend, die Neukonzeption des Museums KZ Bisingen anzugehen. Die in die Jahre gekommene Ausstellung entsprach nicht mehr den heutigen Ansprüchen an ein Museum, vor allem der überwiegend jugendlichen Besucher. In Zusammenarbeit mit einem für Ausstellungen spezialisierten Büro hat der Gedenkstättenverein das Konzept neu ausgearbeitet und um digitale Angebote zeitgemäß erweitert. Die Kosten für die Neukonzeption betrugen rd. 150.000 Euro.

Rettungszentrum am Klingenbach

Die Sicherheit unserer Bevölkerung steht ganz oben. Das neue Rettungszentrum im Floriansweg trägt dazu bei, dass unsere Freiwillige Feuerwehr und der DRK Ortsverein ihre Aufgaben noch besser erfüllen können. Allein die Gesamtkosten beim Feuerwehrhaus Bisingen liegen bei ca. 3,7 Mio. Euro.

Auch in Zukunft gilt es weiter in die Sicherheit zu investieren. Mit der Aufstellung eines Feuerwehrbedarfsplanes wird dem Rechnung getragen. Mein Dank gilt den Damen und Herren der Feuerwehr, die einen wichtigen und unverzichtbaren, freiwilligen Dienst für unser Gemeinwesen leisten.

Hallenbad und Technikzentrum

Das in den 60er Jahren errichtete Hallenbad und die 1995 umgebaute Turnhalle in ein Technikzentrum mit drei Klassenräumen bedurften dringend einer Generalsanierung. In den Sommerferien 2014 wurde mit den Baumaßnahmen begonnen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 2,8 Mio. Euro. Seit Februar 2016 steht unser saniertes und modernisiertes Hallenbad nun der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung. Ein echtes Schmuckstück sowie ein Gewinn für unsere Schulen, das DLRG und die gesamte Bevölkerung!

Wasserversorgung: Ein wichtiges Zukunftsthema

Was man für selbstverständlich hält, aber keineswegs selbstverständlich ist: Die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend und sauberem Trinkwasser. Im Zeitraum von ca. 10 Jahren (von 2012 bis 2022) werden alle Wasserhochbehälter für insg. 3 Mio. Euro grundlegend saniert. Damit nicht genug. Seit einigen Jahren sind wir auch dazu übergegangen, Wasserrohrbrüche nicht mehr punktuell zu reparieren, sondern nach Augenschein und Notwendigkeit ggf. eine größere Sanierungsmaßnahme durchzuführen. Diese Flexibilität hat den positiven Effekt, dass sich der Wasserverlust von urspr. 1,5 l/s auf 0,2 l/s pro Tag reduziert hat. Was sich auch positiv auf den Wasserzins auswirkt.

Kirchspielsporthalle erstrahlt im neuen Glanz

Die Kirchspielsporthalle am Schulzentrum Bisingen wurde vor 30 Jahren in Betrieb genommen. Seitdem wird sie von den Schulen und Vereinen sehr intensiv genutzt. Damit dies in Zukunft auch weiterhin möglich ist, wurde die Corona bedingte Schließung genutzt, um sie wieder auf Vordermann zu bringen. Der Hallenboden musste komplett erneuert werden. Zudem erhielten die Räumlichkeiten und Flure einen neuen Anstrich. Die Sanierung kostete ca. 250.000 Euro.

Rathaus: Moderne und effiziente Verwaltung

Das Rathaus Bisingen, gerade die Räumlichkeiten sowie die Ausstattung waren in die Jahre gekommen. Es gab viel zu tun, um den Ansprüchen an eine moderne, effiziente und digitale Verwaltung – einer Gemeinde mit nahezu 10.000 Einwohnern – gerecht zu werden. Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wurden in mehreren Bauabschnitten durchgeführt und kosteten rd. 400.000 Euro. Das Resultat kann sich sehen lassen. Die Verwaltung Bisingen präsentiert sich nun als attraktiver Dienstleister und Arbeitgeber.

Wald und Natur

Der Wald erfüllt viele wichtige Funktionen. Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz, lädt zur Erholung ein, bietet Tieren und Pflanzen einen Lebensraum, schützt den Boden, sorgt für saubere Luft und dient nicht zuletzt als Kohlenstoffspeicher. Diese Waldfunktionen gilt es zu erhalten und zu schützen. Die Gemeinde hat in den letzten acht Jahren viel investiert und u.a. für mehr als 100.000 Euro Privatwald aufgekauft und mehr als 90.000 neue Bäume gepflanzt, das sind 3-mal mehr Pflanzungen als im selben Zeitraum zuvor.

Zudem haben wir mit der Forsteinrichtungsplanung 2019-2028 eine wichtige Grundlage für die nachhaltige Bewirtschaftung unserer kommunalen Wälder gelegt. Wir kehren dem reinen Wirtschaftswald den Rücken und wenden uns dem Dauermisch- bzw. Klimawald zu. Viele reden vom Klimaschutz. Wir handeln!

Finanzen: Schuldenabbau

Ein Sprichwort besagt: Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts. Nur mit soliden Finanzen können wir unsere Aufgaben in Zukunft weiter angehen und bewältigen. Die Gemeinde hat in den letzten acht Jahren die Gesamtverschuldung kontinuierlich reduziert und keine neuen Kredite mehr aufgenommen. Der Schuldenstand beträgt derzeit 8,73 Mio. Euro. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 916 Euro/Einwohner. Die Verschuldung konnte seit 2014 um die Hälfte reduziert werden

Lärmaktionsplan

Der Gemeinderat hat im Frühjahr 2021 nach intensiven Beratungen und unter mehrfacher Beteiligung der Öffentlichkeit den Lärmaktionsplan für Bisingen beschlossen. Dieser enthält ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Lärmminderung an stark belasteten Gemeindestraßen. Der schärfste Eingriff dabei ist sicherlich die Reduzierung der Geschwindigkeit von 50 auf 30 km/h. Nach allg. Lebenserfahrung machen Geschwindigkeitsbeschränkungen mehr Sinn, wenn diese auch kontrolliert werden. Dabei können stationäre Blitzer unterstützend wirken.

Abbau Unterhaltungsstau: Straßen

Die Schaffung von neuem Infrastrukturvermögen ist das Eine, die Unterhaltung des vorhandenen Infrastrukturvermögens das Andere. In der Vergangenheit wurden die sog. Unterhaltungsaufwendungen u.a. an den Gemeindestraßen etwas stiefmütterlich behandelt. Bereits zu Beginn meiner Amtszeit wurden die Mittel gerade für die Unterhaltung der kommunalen Straßen u. Feldwege deutlich – um das Dreifache – aufgestockt. Im Schnitt sind es mittlerweile knapp 500.000 Euro pro Jahr. Aber um den Unterhaltungsstau gerade bei den Straßen effektiv wie nachhaltig angehen zu können, benötigen wir in Zukunft mindestens 1.000.000 Euro pro Jahr.

Abwasserentsorgung: Umweltschutz

Das Ziel der Abwasserreinigung ist es, die Gewässer durch unsere Abwässer möglichst wenig zu belasten. Um diesem Gedanken noch mehr gerecht zu werden, muss darin kontinuierlich investiert werden. In den nächsten zehn Jahren kommen dafür hohe Kosten von mind. 5 Mio. Euro in der Kläranlage Bisingen auf uns zu. Im letzten Jahr haben wir z.B. eine neue Zentrifuge zur Klärschlammentwässerung für 400.000 Euro angeschafft und dieses Jahr wurde das BHKW für 400.000 Euro grundlegend saniert. Die Rückgewinnung wiederverwertbarer Stoffe wie Phosphate und die Filterung von Spurenelementen wie Arzneimitteln wird zunehmend eine wichtigere Rolle spielen und uns intensiv fordern.

Die Teichkläranlage in Wessingen konnte im Jahr 2015 stillgelegt werden. Das Abwasser wird nun mittels eines modernen Pumpwerkes rd. 1,5 km in die Kläranlage Bisingen gepumpt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 1,9 Mio. Euro, wovon das Land Baden-Württemberg mehr als die Hälfte gefördert hat. Mit dieser Maßnahme tragen wir zu einem erweiterten Gewässerschutz bei, was den Lebewesen in unseren Bächen zugutekommt.

Leuchtturmprojekt: Bürgerauto

Unser „FleckaHopser“ ist eine feste Institution in Bisingen und das bürgerschaftliche Leuchtturmprojekt schlechthin. Mobilität im Alter ist gerade bei uns im ländlichen Raum eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Mobilität bedeutet Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Mit dem Bürgerauto in Kooperation mit dem Verein Bürger helfen Bürgern wird vor allem unseren Senioren ein wichtiges Angebot bereitgestellt. Mein Dank gilt dabei insb. den zahlreichen ehrenamtlichen Fahrkräften.

Jugend: Singletrail und Dirtpark

Eine Herausforderung ist und bleibt eine passgenaue Jugendarbeit insb. die gesetzliche Einbindung unserer Jugend in kommunale Entscheidungsprozesse. Blaupausen gibt es hierfür nicht. Die Weiterentwicklung vom Jugendgemeinderat über das Jugendforum hin zu punktuellen Beteiligungen ist und bleibt das erklärte Ziel. Der Singletrail oder der Wasen-Aktiv-Park mit Dirtpark und einer Strecke für Modellautos sind Projekte, die gerade durch die gezielte Jugendbeteiligung entstanden sind und derzeit umgesetzt werden. Erfreulicherweise haben sich daraus sogar zwei neue Vereine in Bisingen gegründet.